Alternativ

Alternativ

Kunststoffe gehören nicht zwingend in Baustoffe hinein, aber alle erdenklichen Baustoffe sind heutzutage kunststoffvergütet. Gerade Dämmstoffe werden aus Mineralöl mit maximalem Energieaufwand hergestellt, damit sie später Energie einsparen. Ob dieser Aufwand gerechtfertigt ist, wird nicht hinterfragt.
Das Wachstum der Dämmstoffindustrie hat hierzulande dreistellige Werte. Gips beispielsweise stammt aus Entschwefelungsanlagen der Kohleindustrie und wird zu Gipskartonplatten verarbeitet. Zusätzlich belasten Kunststoffe und Kleber die gesamte Atmosphäre in den eigenen vier Wänden. Wenn diese Gebäude in naher Zukunft saniert oder abgerissen werden müssen, wird das Problem Mikroplastik Ausmaße erreichen, die wir heute noch nicht einmal erahnen können.Aber es gibt genügend Alternativen, die nur intelligent eingesetzt werden müssen.
An bestandseigenen Gebäuden erproben wir mit Erfolg bisher noch nicht zugelassene Baustoffe, wir schauen quer, orientieren uns auch an bewährten historischen Bauabläufen und gehen alternative Wege in der Energiegewinnung.
So haben wir vor zwanzig Jahren unsere erste Wandheizung entwickelt, um weniger Heizleistung und ein angenehmeres Raumklima zu schaffen. Vor 15 Jahren entwickelten wir die ersten diffusionsoffenen Dachschrägen, die ohne Folien auskommen und stellten erstmals Strohballenwände. Vor kurzem ging ein großer Komposthaufen als Biomeiler in Betrieb, um unsere Heizungsanlage energetisch zu unterstützen und zu erkunden, ob diese Form der Energiegewinnung wirtschaftlich ist.

Beispiel-1 Vorhaben: Thür, Eifel ● Arbeiten: Biomeiler Wärmetauscher während des Einbaus
Beispiel-2 Vorhaben: Thür, Eifel ● Arbeiten: Biomeiler Grünschnitt als Heizmaterial
Beispiel-3 Vorhaben: Thür, Eifel ● Arbeiten: Horizontale Fußbodensperre aus Weinflaschen
Beispiel-4 Vorhaben: Thür, Eifel ● Arbeiten: Horizontale Fußbodensperre aus Weinflaschen